Forschungsbereich

Primer & Chemische Oberflächenbehandlung

Schadensfalluntersuchungen

In der Schadensanalyse verfügen wir über langjährige Erfahrungen und eine leistungsfähige technische Ausrüstung um Schäden an Beschichtungen und Verbundsystemen auf wahrscheinliche Ursachen rückführen zu können.

Kleine Fehlstellen in Beschichtungen können oft gut mikroskopisch untersucht werden. Durch die Ergänzung von mikroskopischen Verfahren durch Element- bzw. Molekülanalysen kann oft die Ursache der Schädigung weiter eingegrenzt werden. So ist beispielsweise die Enthaftung einer Pulverlackbeschichtung aufgrund einer ungeeigneten bzw. unsachgemäßen Phosphatierung durch die Kombination von REM-Aufnahmen und EDX-Spektren konkret beschreibbar und ihre Ursache nachweisbar. Ungewollte Enthaftungen sind oft auf mangelnde Reinigung oder Vorbehandlung oder sonstige Abweichungen von "normalerweise funktionierenden" Prozessabläufen verursacht. Verunreinigungen von Oberflächen werden je nach Problemstellung mit Hilfe von Analysenmethoden wie FT-IR, HPLC oder GC/MS nachgewiesen.

In anderen Schadensfällen kann das Nachstellen der Umgebungs- und Anwendungsbedingungen sinnvoll sein, um z. B. die Auswirkungen von Nass- und Feuchtelagerungen auf Versuchsverklebungen zu ermitteln und deren Einfluss zu beurteilen.

Die Auswertung der Schadensfälle erfolgt unter Berücksichtigung der verwendeten Materialien, der gewählten Prozessparameter und der Anwendung und Belastung der Teile. Grundsätzlich ist es für eine Schadensuntersuchung immer vorteilhaft, soviel wie möglich über die verwendeten Materialien, Prozesse und sonstigen Faktoren zu wissen.
Bei Bedarf versuchen wir auch Wege aufzufinden, wie zukünftig Schäden vermieden und Prozesse gegebenenfalls robuster gestaltet werden können.

Dr. Jörg Leuthäußer
Bereichsleiter
Primer und Chemische Oberflächenbehandlung
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Telefon: +49 3641 2825 48