Forschungsbereich

Primer & Chemische Oberflächenbehandlung

Lacke & Beschichtungen

Durch Beschichten von Oberflächen mit z. B. Lacken können diese gegen Umgebungsmedien geschützt und/oder in ihrem Erscheinungsbild geändert und/oder mit verschiedenen sonstigen speziellen Funktionen ausgestattet werden.

Eine effiziente und preiswerte Korrosionsschutzmaßnahme für metallische Werkstoffe ist das Beschichten mit polymerbasierenden Lacken. Dies können Flüssigsysteme (wässrig, lösemittelbasierend), Pulverlacksysteme oder UV-Lacke sein.
Durch die Barrierewirkung wird verhindert, dass beteiligte Medien wie Sauerstoff, Wasser oder Säuren an die Oberfläche des Substrats gelangen. Über diese Barrierewirkung hinaus können in Lackschichten noch weitere Korrosionsschutzmechanismen realisiert werden, wie z. B.:

Die Prüfung der Wirksamkeit solcher Beschichtungen erfolgt beispielsweise mittels Salzsprühnebeltest in einer Salzsprühkammer. Dabei werden in Abhängigkeit von der Belastungsdauer, Rostgrad, Enthaftung und Blasenbildung – mit oder ohne Ritz – beurteilt.

 

Wesentliche Voraussetzung für einen guten Korrosionsschutz der Lacke ist u. a. ihre Haftung auf dem Substrat, was mittels Gitterschnitt geprüft wird.
Neben einer Schutzfunktion für das Material, ist ein weiterer Grund für eine Beschichtung die Einstellung bestimmter funktionaler Oberflächeneigenschaften, wie:

  • elektrische Leitfähigkeit
  • schmutzabweisendes Verhalten
  • Glanzerhalt von verzinktem Stahl
  • Optische Eigenschaften von Oberflächen
  • Verbesserung der Beständigkeit gegen Abrasion oder chemische Angriffe

Die Entwicklung und Optimierung von Beschichtungssystemen erfolgt anwendungsorientiert. So wurde eine hochchemikalienbeständige Beschichtung für die Verwendung in Biogasrektoren entwickelt. Neben der Stabilität und Widerstandsfähigkeit gegenüber den aggressiven Bedingungen spielte dabei die Abdichtwirkung auf Beton eine wesentliche Rolle.


Dr. Jörg Leuthäußer
Bereichsleiter
Primer und Chemische Oberflächenbehandlung
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