Forschungsbereich

Primer & Chemische Oberflächenbehandlung

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Klebetechnik

Kleben ist eine leistungsfähige Fügetechnologie, welche sich von Mikro bis Makro, vom lebenden Gewebe bis zum Hochtemperatureinsatz, immer neue Anwendungsbereiche erschließt. Die große Vielfältigkeit der Anforderungen an den Klebeverbund und die Fertigungsverfahren bedingen es, dass eine Klebetechnologie immer auf den konkreten Anwendungsfall zugeschnitten werden muss.

Die Vielfältigkeit und die Leistungsfähigkeit von Klebeverbunden zeigt sich auch in der Häufigkeit und Varianz der Anwendungsfelder, welche u. a. die Mikrotechnik, das Bauwesen einschließlich Leichtbau, die Optik und Sensorik sowie die Medizintechnik umfasst. Ebenso tritt große Variabilität in der Geometrie und Art der Substrate wie Metalle, Kunststoffe, Keramiken, Glas und Naturstoffe auf.

Aufgrund dieser vielgestaltigen Anforderungen erfordern brauchbare klebtechnische Lösungen eine möglichst gute Anpassung an den jeweiligen Anwendungsfall. So leiten sich aus dem Anforderungsprofil an den Klebeverbund und gegebenenfalls vorhandenen fertigungstechnischen Randbedingungen sowohl die Vorbehandlung der Fügeteile und die Auswahl, Modifizierung bzw. Formulierung des Klebstoffes als auch die Prozessführung bei der Fertigung ab.

Neben der Entwicklung und Modifizierung von Klebstoffen entsprechend den Kundenanforderungen (auch normgerecht) und jeweiligen Anwendungen, erfolgen die Charakterisierung und der Eignungstest von Klebstoffen durch den Einsatz der hauseigenen gerätetechnischen Ausstattung.
Neben Verbund- und Belastungsprüfungen mittels Universalprüfmaschinen oder Klimaprüftechnik gehören hierzu auch Methoden der Materialcharakterisierung wie Thermoanalyse oder Bestimmung der Shore-Härte, ein unkompliziertes Verfahren, welches auch zur Charakterisierung von Gießmassen und Kompositmaterialien angewendet wird.

Härteprüfung nach Shore

Das digitale Härtemessgerät 3140 HO4 von Zwick GmbH & Co.KG dient der Härteprüfung Shore A und Shore D an Kunststoffen und Elastomeren. Geprüft wird z. B. nach DIN ISO 7619.

Bei der Härtebestimmung nach Shore wird mittels eines Prüfstempels der Widerstand gegen das Eindringen eines Körpers bestimmt. Dabei ist sowohl die Form des Körpers als auch die Federkraft und Messdauer ent­sprechend der zu analysierenden Probe bzw. der anzuwendenden Methode definiert. Durch Anpressen des Prüfstempels auf die Probe wird der Härtewert erhalten. Dabei erlauben verschiedene Betriebsmodi Messreihen, Messbereiche und Toleranzgrenzen einzustellen.

Methodenwahl:

  • Shore A ⇒ z. B. Weichgummi, Elastomere, Naturkautschuk
  • Shore D ⇒ z. B. Kunststoffe, steife Thermoplaste, Hartgummi

Typische Arbeitsschwerpunkte der Klebetechnik betreffen:

Dr. Jörg Leuthäußer
Bereichsleiter
Primer und Chemische Oberflächenbehandlung
E-Mail
Telefon: +49 3641 2825 48