Aktuelles

aus unserem Institut

3. Innovationstag bei INNOVENT: Bioökonomie brachte Forschung und Industrie zusammen

Wie können biobasierte Rohstoffe zu Ausgangspunkten für neue Materialien, Produkte und Wertschöpfungsketten werden? Dieser Frage widmete sich gestern der 3. Innovationstag von INNOVENT e.V. unter dem Titel „Bioökonomie als Geschäftschance“. Zahlreiche Gäste aus Industrie und Forschung folgten der Einladung nach Jena, um aktuelle Entwicklungen kennenzulernen, sich über konkrete Technologien auszutauschen und neue Ansätze für gemeinsame Projekte zu diskutieren.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Grußworten von Mario Suckert, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, und Rocco Holzhey, stellvertretender Direktor von INNOVENT e.V..

Im Mittelpunkt des fachlichen Programms standen die vielfältigen Möglichkeiten der Bioökonomie – von der Nutzung alternativer Kohlenstoffquellen über biobasierte Materialien bis hin zu neuen Werkstoffen und Klebstofflösungen. Den Auftakt bildete der Vortrag „Zwischen Forschung und Markt: Die Vielfalt bioökonomischer Themen als Innovationsraum“ von Sabrina Hauspurg, Bereichsleiterin Biomaterialien bei INNOVENT. Anschließend gab Dr. Lars Gabriel, Leiter des Lignincenters der Mercer Rosenthal GmbH, Einblicke in die Potenziale von Lignin und weiteren Kohlenstoffquellen einer Kraftzellstofffabrik.

Ein besonderer Bestandteil des Innovationstags war der anschließende Rundgang durch die Forschungsbereiche von INNOVENT. Unter dem Motto „Innovationen zu Fuß entdecken“ erhielten die Gäste Einblicke in Labore, Technologien und aktuelle Entwicklungen. Dabei zeigte sich einmal mehr die große Bandbreite an Kompetenzen, die bei INNOVENT für die Entwicklung neuer Lösungen zusammenkommen.

Nach dem gemeinsamen Mittagsimbiss ging es am Nachmittag mit weiteren Fachvorträgen weiter. Dr. Therese Horch stellte unter dem Titel „Wertschöpfende Mikroben – Nachhaltige Materialien aus Bakterien und Pilzen“ aktuelle Ansätze aus der Forschung vor. Dr. Albrecht Berg widmete sich mit „Kleben mit Zukunft“ biobasierten Hotmelt-Lösungen. Den Abschluss des Vortragsprogramms bildeten Dr. Cathleen Oschatz und Dr. Torsten Walter mit dem Thema „Mikroalgen und Materialinnovationen: Von der Zelle zum Hochleistungsmaterial“. Den Abschluss bildeten Diskussion und Networking.

 

Interdisziplinärer Austausch als Impuls für neue Ideen

Besonders geprägt war der Innovationstag durch die interdisziplinäre Zusammensetzung der Teilnehmenden. Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Branchen und Forschungsbereichen nutzten die Gelegenheit, über technologische Entwicklungen, konkrete Herausforderungen und mögliche Anwendungen zu sprechen.

Das Interesse an den während des Rundgangs vorgestellten Technologien war groß. Zahlreiche Fragen und intensive Gespräche zeigten, dass gerade der direkte Einblick in Forschungsarbeiten und technologische Möglichkeiten wertvolle Impulse für die eigene Entwicklungsarbeit geben kann.

Auch beim anschließenden Networking wurde deutlich: Innovation entsteht häufig dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Es entstanden neue Kontakte, interessante Gesprächsansätze und Ideen für mögliche Kooperationen.

 

Bioökonomie als Chance für neue Wertschöpfung

Der Innovationstag hat damit deutlich gemacht, dass Bioökonomie weit mehr ist als die Suche nach nachhaltigen Rohstoffen. Sie eröffnet neue Möglichkeiten für Materialentwicklung, Produktinnovationen und industrielle Anwendungen – und damit auch für neue Wertschöpfung.

Für INNOVENT ist der Austausch mit Unternehmen und Forschungspartnern ein zentraler Bestandteil des Technologietransfers. Der Innovationstag bot dafür eine Plattform, auf der wissenschaftliche Erkenntnisse, technologische Kompetenzen und konkrete industrielle Fragestellungen miteinander verbunden werden konnten.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Gästen, Referentinnen und Referenten, Akteuren und Unterstützern, die zum Gelingen unseres 3. Innovationstags beigetragen haben. Die vielen Gespräche, Fragen und neuen Kontakte haben gezeigt, wie viel Potenzial im gemeinsamen Austausch über die Grenzen einzelner Branchen und Fachgebiete hinweg steckt.

Wir freuen uns darauf, die entstandenen Kontakte und Ideen weiterzuführen und gemeinsam neue Wege von der Forschung in die Anwendung zu entwickeln.