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Algen als Rohstoff der Zukunft: INNOVENT beim 4. Mitteldeutschen Algenstammtisch in Köthen

Vom 5. bis 6. Mai war INNOVENT-Wissenschaftlerin Cathleen Oschatz beim 4. Mitteldeutschen Algenstammtisch an der Hochschule Anhalt in Köthen vertreten.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Festwoche zum 100-jährigen Bestehen der Hochschule im „Grünen Gebäude“ statt und bot ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Industrie und Start-ups zur aktuellen Entwicklung der Algenbiotechnologie im Kontext der Bioökonomie.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Forschungs- und Anwendungsfelder der Mikroalgen- und Makroalgenbiotechnologie. Die Fachvorträge adressierten insbesondere:

  • die Gewinnung bioaktiver Wirkstoffe aus Algen
  • die Nutzung von Algen als alternative Protein- und Lebensmittelquelle
  • Anwendungen in der nachhaltigen Landwirtschaft (z. B. als Dünger- oder Bodenverbesserungsstoffe)
  • sowie zukünftige biobasierte Wertschöpfungsketten auf Algenbasis

     

Die Beiträge verdeutlichten die hohe Relevanz von Algen als multifunktionale Rohstoffquelle, insbesondere im Hinblick auf Ressourceneffizienz, CO₂-Bindung und Substitution fossiler Rohstoffe.

Ein besonderer Programmpunkt war das Kamingespräch mit den Start-ups Phaeosynth GmbH, Algenwerk / Puevit und AlgaCytes Germany. Im Mittelpunkt standen hierbei praxisnahe Einblicke in die Entwicklung algalbasierter Produkte, Skalierungsherausforderungen sowie regulatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Bereich der industriellen Algenbiotechnologie.

Ergänzt wurde das wissenschaftliche Programm durch ein Live-Cooking-Event, bei dem politische und wissenschaftliche Akteure innovative Lebensmittelanwendungen auf Algenbasis erlebbar machten. Die Vielfalt der präsentierten Produkte – von Algenbutter über Kartoffelsalat bis hin zu algenbasierten Snacks – zeigte eindrucksvoll das sensorische und funktionale Anwendungspotenzial von Algen in der Lebensmitteltechnologie. 

Im Rahmen der Postersession präsentierte INNOVENT aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema „Algenbasierte Biosilikate für kosmetische und filtrative Anwendungen“. Im Fokus stehen dabei biogene Silikatstrukturen, die mithilfe mikrobieller bzw. algaler Prozesse erzeugt und funktionalisiert werden. Diese Materialien weisen vielversprechende Eigenschaften für Anwendungen in der Kosmetik, Filtration sowie als nachhaltige Funktionsfüllstoffe auf und eröffnen neue Perspektiven für biobasierte Materialsysteme.

Die Veranstaltung unterstrich insgesamt eindrucksvoll das hohe Innovationspotenzial von Algen als nachhaltige Ressource im Sinne der Bioökonomie. Insbesondere die Verbindung von Grundlagenforschung, anwendungsnaher Entwicklung und unternehmerischer Umsetzung zeigte die Dynamik dieses Forschungsfeldes.

INNOVENT bedankt sich herzlich bei den Organisatoren Prof. Carola Griehl und Jörg Ullmann für die gelungene Veranstaltung sowie den intensiven fachlichen Austausch.