Spannender zweiter Innovationstag bei INNOVENT
Dabei nahm INNOVENT das Internationale Jahr der Quantentechnologien 2025 zum Anlass aufzuzeigen, wie industrienahe Forschung und moderne Analytik zur Entwicklung neuer Materialien für quantentechnologische Anwendungen beitragen.
Als Hauptreferent sprach Prof. Andrii Chumak von der Universität Wien über den Einsatz von Spinwellen für grundlegende Entwicklungen in der digitalen Datenverarbeitung, für unkonventionelle neuromorphe Rechnerarchitekturen, 5G-Hochfrequenzanwendungen sowie geplante quantenmagnonische Operationen. Dabei hob er hervor, dass die Wahl der eingesetzten magnonischen Materialien entscheidend für den späteren Anwendungserfolg ist. Der von ihm gewählte ferrimagnetische Eisengranat weist die niedrigste Dämpfung aller bekannten magnetischen Materialien auf und gilt damit als besonders vielversprechend.
Daran knüpfte Dr. Carsten Dubs (INNOVENT) an. Er berichtete über die Erfolge bei der epitaktischen Abscheidung von Yttrium-Eisengranat mittels Flüssigphasenepitaxie auf einem neu entwickelten diamagnetischen Substratmaterial. Dieses zeigt – im Gegensatz zu herkömmlichen Substraten – auch bei Millikelvin-Temperaturen hervorragende, dämpfungsarme Eigenschaften. Damit erfüllt es eine zentrale Voraussetzung für den Einsatz in miniaturisierten Mikrowellenbauelementen in hybriden Quantenschaltkreisen.
Nach einer Mittagspause im Grünen mit Original Thüringer Rostbratwürsten erhielten die Gäste Einblicke in ausgewählte Labore zur Materialsynthese und -charakterisierung.
Am Nachmittag standen die Herstellung von DC-gesputterten Granatschichten und deren Charakterisierung im Fokus. Dieses Thema wurde in einem Tandemvortrag von Dr. Andreas Pfuch (INNOVENT) und Timmy Reimann (Matesy GmbH, Jena) beleuchtet. Den Abschluss bildete eine offene Diskussion, die den Gästen Gelegenheit bot, Fragen zu stellen und Anmerkungen einzubringen.




