Beständigkeit - Alterung - Schadensfall

prüfen - erkennen - vermeiden

Beständigkeit: klimatisch, chemisch & mechanisch - Alterung charakterisieren und vorbeugen - Ursachen erkennen und Schäden vermeiden

Die Beständigkeit von Materialien ist entscheidend für die Lebensdauer technischer Produkte. Wir analysieren Alterungsprozesse bei verschiedensten Materialien (Metall, Polymer, Gläser uvm.), einschließlich Bewitterung, sowie Korrosion und Schutzkonzepte für Metalle. Darüber hinaus führen wir fundierte Schadensanalysen durch. Mit unserer breit aufgestellten Expertise entwickeln wir praxisnahe Lösungen zur Optimierung von Werkstoffen und zur Sicherung der Bauteilzuverlässigkeit. 

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Unser Leistungsangebot

  • Korrosionsuntersuchungen, z. B. korrosionsbedingte Lackenthaftung
  • Entwicklung/Modifizierung von Korrosionsschutzbeschichtungen
  • Untersuchungen zur Umwelt- und Medienbeständigkeit sowie zur chemischen Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln, Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln und Ozon
  • Bewitterungssimulationen, inkl. Klimatest und/oder UV-Bestrahlung
  • Langzeit-Freibewitterung
  • Mechanische Prüfungen (z.B.  Härte, Schlag- und Verbundfestigkeit, Abrieb- und Verformungsverhalten), auch an künstlich gealterten Proben
  • Schadensfallsanalysen & Aufklärung der Ursachen bei Reklamationen

Unsere Kompetenzen im Überblick

Schadensfallanalyse

Im Schadensfall stehen wir Ihnen mit unserer Expertise und unserer großen Auswahl an Messmethoden zur Seite. Neben der Ursachenfindung unterstützen wir Sie dabei zukünftig Schäden zu vermeiden, indem wir z. B. Risiken in Prozessschritten ausfindig machen und gemeinsam mit Ihnen alternative Materialien suchen. Dabei berücksichtigen wir Umgebungs- und Anwendungsbedingungen und stellen diese gegebenenfalls auch im Labor nach, um deren Einfluss besser beurteilen zu können. Auch bei der Aufklärung von Chargenunterschieden oder Überprüfung von Ausgangsmaterialien können Sie sich gern an uns wenden.

Korrosion

Werkstoffe sind verschiedensten Umwelteinflüssen ausgesetzt, bei welcher eine Korrosion oft nicht ausbleibt. Im Bereich Ursachenforschung und Entwicklung von Korrosionsschutz verfügen wir über besondere Expertise und technische Möglichkeiten. Einerseits können wir Materialien auf Ihre Beständigkeit mit umfangreichen Tests prüfen, indem wir ihnen unterschiedlichsten klimatischen, auch wechselnden, Bedingungen aussetzen. So können Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Salzbelastung, UV-Bestrahlung und Bewitterung variiert werden. Auf Grundlage Ihrer Anforderungen können wir Schutzmaßnahmen ableiten und entwickeln z. B. Beschichtungen mit Zusätzen wie UV-Stabilisatoren, Korrosionsschutzpigmenten oder Biozid-Wirkstoffen.

Biokorrosion

Gerade in wässrigen Umgebungen nimmt der Anteil an Biokorrosion stark zu. Ob Wasserstoffkorrosion oder Korrosion durch Sulfat-Ionen und „sulfatreduzierende“ Bakterien (SRB) – wir entwickeln den geeigneten Oberflächenschutz. Gerade SRB spielen eine enorme Rolle, da sie die Korrosion von Stahl bis zum 10-fachen einer aeroben Korrosion beschleunigen und somit erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursachen. Neben der Untersuchung der Schadstelle z. B. mittels 3D-Mikroskopie prüfen wir unsere Beschichtungen anschließend mit einem bei INNOVENT entwickelten Test mit entsprechenden Bakterienstämmen, welcher die Testdauer von 3 bis 5 Monaten auf einen Monat verkürzt.

Klimabeständigkeit

Werkstoffe, vor allem im Außenbereich, sind verschiedensten klimatischen Einflüssen ausgesetzt, denen sie standhalten müssen. Bei INNOVENT stehen eine Vielzahl an Prüftechniken zur Verfügung, um diese Einflüsse zu simulieren, wobei auch Extrembedingungen oder schnelle Temperaturwechsel  realisiert werden können. Anhand der Anforderungen stellen wir passende Prüfprogramme zusammen und setzen diese mit Klimakammern,  UV-Belichtungs- oder Bewitterungstechnik um. Die Prüfungen erfolgen entweder auf Grundlage allgemein geltender Normen und Vorschriften oder im Rahmen kundenspezifischer Ansprüche.

Chemische Beständigkeit

Zur Prüfung der chemischen Beständigkeit werden Proben mit ausgewählten flüssigen oder auch gasförmigen Prüfmedien belastet und bei definierten Temperaturen gelagert. Im Anschluss an diese Belastung prüfen wir die Proben haptisch und visuell auf Materialschäden und untersuchen umfassend eintretende Eigenschaftsveränderungen, indem wir Material-, Schicht- und Oberflächenanalysen durchführen, und anwendungsbezogen mechanische, optische, thermische, ggf. auch elektrische Eigenschaften überprüfen – sei es für die Entwicklung von Schwimmbadfarben, Gelcoats für Offshore-Windkraftanlagen oder Innenbeschichtungen für Chemikalientanks. Wir prüfen und entwickeln Materialien anwendungsorientiert.

Ozonbeständigkeit

Die Prüfung der Ozonbeständigkeit untersucht, wie Materialien und Verbunde auf stark oxidativ wirkende wässrige Ozonlösungen und ozonhaltige Gase reagieren. Besonders Kunststoffe und Beschichtungen werden durch diese hochreaktiven Gase angegriffen, was zu Materialschäden bis zum Versagen führen kann. Die Prüfung erfolgt unter kontrollierten Bedingungen in der Gasphase, in wässrigen Lösungen oder kombiniert in beiden Phasen. Der oxidative Angriff ist an der Phasengrenze am intensivsten. Werden Proben in ozonhaltiger Luft gelagert und halbseitig in eine Ozonlösung eingetaucht, lässt sich an der Phasengrenze – anhand von Veränderungen wie Schichtdickenabnahme oder Rostbildung – die Materialbeständigkeit bewerten.

Holzschutz

Holz, ein natürlicher Werkstoff – vielseitig anwendbar und mit weiteren Materialen kombinierbar, sollte für einen dauerhaften Einsatz im Außenbereich effizient geschützt werden, da er sonst als Teil des natürlichen Stoffkreislaufs biologisch abgebaut werden kann.

Anwendungsbezogen entwickeln wir Schutzmaßnahmen, imprägnieren Hölzer, ermitteln nach europäischen Standards in Labor- und Freilanduntersuchungen Dauerhaftigkeitsklassen und untersuchen vergleichend die Dimensionsstabilität und das Quellverhalten modifizierter Varianten.

Dr. Jörg Leuthäußer

Bereichsleiter Analytik – Werkstoffe – Verbunde

E-Mail
Telefon: +49 3641 282548

Dr. Evelyn Kämmer

Bereichsleiterin Analytik – Werkstoffe – Verbunde

E-Mail
Telefon: +49 3641 282557