Funktionelle Oberflächen

anwendungsorientiert - zielgerichtet

Oberflächen funktionalisieren - skalenübergreifend und ortsaufgelöst

Funktionale Oberflächen bieten die Möglichkeit, Materialeigenschaften präzise zu optimieren. Von hydrophoben Effektbeschichtungen bis hin zu Antigraffitti-Coating – mit unseren chemischen, licht- oder laserbasierten Methoden können wir Oberflächen anwendungsorientiert und bei Bedarf auch ortsaufgelöst modifizieren. Oft geht es dabei darum, Einfluss auf das Benetzungsverhalten zu nehmen, und Oberflächen oleophob, hydrophob oder hydrophil zu gestalten. 

Kontaktieren Sie uns, und wir prüfen gemeinsam, welche Technologie für Ihre Anwendung ideal ist.

Unser Leistungsangebot und Kompetenzen im Überblick

  • Machbarkeitsstudien, Verfahrensentwicklung und FuE-Dienstleistung
  • Produkt- und Prozessoptimierung
  • Oleophobierung, Hydrophobierung oder Hydrophilisierung von Oberflächen
  • Entwicklung antimikrobieller, biokompatibler Beschichtungen
  • Modifizierung, Aufrauung und Strukturierung von Oberflächen
  • Oberflächencharakterisierung

Unsere Technologien im Überblick

Oleophobierung

Die Oleophobierung unterbindet das unerwünschte Spreiten (Breitlaufen) von Ölen auf Oberflächen. Da Silikon- und Kohlenwasserstofföle eine geringe Oberflächenenergie besitzen, benetzen sie Materialien sehr leicht. In sauberen technologischen Prozessen wirkt dies als störende Kontamination. Oleophobierten Flächen verschmutzen weniger und lassen sich leichter reinigen, was etwa bei Textilien oder Antigraffiti-Schutz genutzt wird.

Ist die Olephobierung auch für Sie interessant – sprechen Sie uns an!

 

Hydrophobierung

Die Hydrophobierung modifiziert Oberflächen so, dass sie von Wasser kaum benetzt werden. Durch das Aufbringen unpolarer Gruppen wird die Wechselwirkung mit polarem Wasser minimiert. 

Bei Mauerwerk verhindert dies kapillares Eindringen und schützt die thermische Isolation. In der Klebtechnik steigert sie die Hydrolysebeständigkeit, während sie bei Kompositmaterialien die Anbindung von Füllstoffen an Harze optimiert. Zudem hemmt sie Korrosion und biologischen Befall. Spezielle topographische Strukturen verstärken den Effekt, sodass Wassertropfen bereits bei geringster Neigung einfach abrollen. 

Gern evaluieren für Sie das passende Verfahren.

 

Hydrophilisierung

Die Hydrophilisierung beschreibt die gezielte Modifizierung von Oberflächen, um deren Affinität zu Wasser zu steigern („wasserliebend“) und die Fläche gleichmäßig benetzen. 

Dies wird durch physikalische Methoden wie die Plasmabehandlung, die Behandlung mit Licht oder chemische Beschichtungen erreicht. Hydrophilisierung ist eine essenzielle Vorbehandlung, um die Benetzbarkeit und Haftfestigkeit von Lacken, Klebstoffen oder funktionalen Beschichtungen auf ursprünglich wasserabweisenden Materialien massiv zu verbessern und homogene Ergebnisse zu garantieren.

 

Korrosionshemmung

Die Korrosionshemmung umfasst Maßnahmen zur Minimierung oder Vermeidung von Bauteilschäden. Je nach Einsatzfeld und Korrosionsursache variieren die Verfahren. Eine gängige Methode ist das Aufbringen von Barrierebeschichtungen wie Lacken. Deren Schutzwirkung lässt sich durch Zusätze wie aktive oder passive Korrosionsschutzpigmente, UV-Stabilisatoren oder Biozide gezielt verstärken. 

Alternativ kann Materialien eine abweisende Wirkung gegen aggressive Medien verliehen werden, etwa durch Hydrophobierung. In geschlossenen Systemen wie Kühlkreisläufen bietet zudem der direkte Zusatz von Inhibitoren zum Medium einen effektiven Schutz. So bleibt die Funktionalität von Geräten und Bauteilen langfristig erhalten.

Wir unterstützen Sie bei der Verfahrensauswahl.

 

Gasphasenfluorierung

Die Gasphasenfluorierung ist ein Verfahren zur dauerhaften Oberflächenmodifizierung von Polymeren. An der Oberfläche werden stabile Fluorverbindungen gebildet, wodurch sich Eigenschaften langfristig und gezielt einstellen lassen. Damit sind unter anderem dauerhafte Hydrophilie, eine beständige Aktivierung unpolarer Oberflächen zur Haftungsverbesserung, eine erhöhte Barrierewirkung gegenüber Kraftstoffen und Gasen, eine Reibungsreduzierung bei Elastomeren und TPE sowie eine verringerte Migration von Additiven möglich. Ein großer Vorteil ist die gleichmäßige Behandlung komplexer Bauteilgeometrien, auch in Bohrungen, Hohlräumen und Hinterschneidungen.

Dr. Jörg Leuthäußer

Bereichsleiter Analytik – Werkstoffe – Verbunde

E-Mail
Telefon: +49 3641 282548

Dr. Evelyn Kämmer

Bereichsleiterin Analytik – Werkstoffe – Verbunde

E-Mail
Telefon: +49 3641 282557