Entwicklung poröser Polymerschäume als Implantate und Weichgewebeersatz
Poröse Polyurethane auf Basis innovativer Polyester- und Polyether-Systeme verbinden hervorragende Biokompatibilität mit maximaler Leistungsfähigkeit. In unserem Forschungsbereich entwickeln wir multifunktionale, biokompatible Polyurethan-Schäume, die dank gezielter chemischer Modifikation und präziser Charakterisierung exakt auf die Anforderungen unserer Kunden abgestimmt sind.
Einsatzgebiete der Polyurethan-Schäume in der Medizintechnik
Im Fokus unserer Forschung stehen offen-poröse Polyester- und Polyetherurethane mit optimierten Eigenschaften hinsichtlich Biokompatibilität und Biomechanik für den potentiellen Einsatz als kardiovaskuläre Implantate (Stents, Occluder, Herzklappen), Osteosynthesematerialien (Wirbelsäulenimplantate) und als Ersatz für Weichgewebe (Hernienverschlüsse).
Die eingesetzten Polyester und Polyether lassen sich durch die Zugabe von Polyisocyanaten, wie Lysindiisocyanat (LDI) oder Lysintriisocyanat (LTI), in situ aufschäumen. Der Zusatz von Wirkstoffen (z. B. Antibiotika, Kollagene) oder funktionellen Füllstoffen (z. B. Calciumcarbonat, Magnesium) können individuell anpassbare Drug-Delivery-Systeme entwickelt werden, die eine kontrollierte Wirkstofffreisetzung und eine verbesserte Therapieeffizienz ermöglichen.
Erste In-vivo-Studien zeigten eine gute Bioverträglichkeit der in situ geschäumten Polyurethane.
Bildergalerie
Schäumung eines Polyurethans

Sabrina Hauspurg
Bereichsleiterin Biomaterialien
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