Flammenpyrolytische Beschichtung (CCVD / r-CCVD):
Effiziente Oberflächenmodifizierung für die Industrie
Die Beflammung eignet sich zur schnellen und kostengünstigen Oberflächenmodifizierung großer Flächen. Damit lassen sich zum Beispiel Kunststoffe für nachfolgende Beschichtungen, Lackierungen oder Verklebungen gezielt behandeln. Wird die Flamme mit geeigneten Vorläufersubstanzen dotiert, können unter Atmosphärendruck dünne Schichten und Schichtsysteme im Nanometerbereich bis in den Bereich mehrerer hundert Nanometer aufgebracht werden. Die Beschichtung kann dabei auch im Rolle-zu-Rolle-Prozess erfolgen und eignet sich somit besonders für kontinuierlich geführte Bahnwaren.
PYROSIL und SiOx basierte Schichtsysteme
Besonders etabliert ist die Flammenpyrolyse für SiOx-Schichten (PYROSIL®). Über die einstellbaren Prozessparameter lassen sich Struktur und Morphologie der Schichten gezielt beeinflussen, sodass Anpassungen und Neuentwicklungen für viele Anwendungen möglich sind.
Sie haben eine konkrete Idee oder eine besondere Anforderung?
Kontaktieren Sie uns gern, wir prüfen jede Anfrage individuell und finden gemeinsam die passende Lösung.
Anwendungsgebiete von der Haftvermittlung bis zum Korrosionsschutz:
SiOx-basierte Schichten und SiOx-basierte Kompositbeschichtungen für
- Haftvermittler für Klebstoffe, Farben, Lacke, Bedruckungen (Tintenstrahldruck – InkJet, Digitaldruck) und Hydrophobierer
- hydrophile Oberflächen, Erhöhung der Benetzbarkeit
- breitbandige Anti-Reflexbeschichtungen
- Barriereschichten gegen die Diffusion von Sauerstoff (Folien für die Lebensmittelindustrie) oder Alkali-Ionen (Schutz gegen Glaskorrosion)
- antimikrobiell und fungizid ausgestattete Oberflächen
- Korrosionsschutz
CCVD und r CCVD: Präzision durch unterschiedliche Mechanismen
CCVD - Combustion Chemical Vapour Deposition
Bei der Flammenpyrolyse, auch Combustion Chemical Vapour Deposition, werden Precursoren in der Flamme umgesetzt und als Funktionsschicht auf dem Substrat abgeschieden. Damit lassen sich große flache Flächen schnell beschichten und auch Folien kontinuierlich Rolle zu Rolle verarbeiten. Geeignet sind zum Beispiel Glas, Keramik, Kunststoffe und Metalle. Über Gaszusammensetzung, Precursorzufuhr und Prozessführung wie Abstand, Vorschub und Durchläufe werden Schichtbildung und Eigenschaften präzise gesteuert.
Anwendungen: Glasschutz, optische Transmissionserhöhung (Reflexminderung), Korrosionsschutz, antibakterielle Oberfläche, Verbesserung Haftung von Verklebungen, Lacken, Bedruckungen
r-CCVD - Remote Combustion Chemical Vapour Deposition
Remote CCVD nutzt im Gegensatz zur Standard CCVD einen hydrolytischen Reaktionsmechanismus. Dadurch lassen sich auch Precursoren umsetzen, die mit Combustion CVD nur schwer beschichtbar sind, und als haftfeste Schichten auf vielen Substraten abscheiden. So können zum Beispiel photokatalytisch aktive Titandioxid Schichten hergestellt werden.
Anwendungen: photokatalytisch aktive Schichten, Kompositschichten








