Gefügepräparation Herstellung von Querschliffen
Zur Untersuchung von Verbunden und Komposit-Gefügen ist es notwendig, den Aufbau des Komposites und der Schichten, insbesondere deren Haftung, Verteilung und Dichtheit, untersuchen zu können.
Dafür werden Prüfkörper präpariert und mittel mikroskopischer Verfahren analysiert, um eine qualitative und quantitative Beschreibung des Gefüges zu erhalten.
Zur Präparation werden Probekörper eingebettet und schleif- und poliertechnisch aufbereitet.
Anschließend können verschiedene Untersuchungen an dem hergestellten Querschnitt, wie z. B. Schichtdickenmessungen, Porosität, Fehlstellenuntersuchung durchgeführt werden. So können wichtige Resultate zum Aufbau, der Morphologie und das Grenzschichtverhalten von Kompositmaterialien untersucht und evaluiert werden.
Gerätekonfiguration
- Möglichkeiten der Einbettung
- Warmeinbettverfahren
- Kalteinbettverfahren
- UV-Einbettverfahren
- Einbettverfahren für Mikrotomie (schneidbar für Kunststoffe, Faser, usw.)
- Spalt- und Blasenfreies Einbettverfahren
- Anätzung zum besseren Grenzverhalten von Schichten und Diverensierung
- Möglichkeit zur Präperation mit Probenrückgewinnung für weiter Untersuchungen
- Schleifen unterschiedlichster Materialien von hoher Härte (Stahl,Glas, Keramik) bis hin zu flexiblen Materialien (Fasern, Gewebe), Hybridverbunde und Komposite
Anwendungsbeispiele:
- Schadensfallanalyse (z. B. Leiterplattendefekte)
- Schichtdickenbestimmung (Lacke, chem. Beschichtungen)
- Materialuntersuchung auf Fehlstellen (z. B. Hybridspritzguss)
- Porositätsanalyse von Materialien
- Anfertigung von Prüfkörpern (z. B. für Mikrotom-Schnitte)
Prüfnormen:
- DIN EN ISO 1463
- DIN 50600
- DIN EN ISO 4499-1
- ASTM B 665
- ASTM B 657



