Differential-Scanning-Calorimetry / Differenz-Thermo Analyse (DSC / DTA)



DSC / DTA von Raumtemperatur bis 1500 °C
Gemessen wird u. a. die Enthalpieänderung eines Stoffes bezogen auf die Temperatur und/oder auf die Zeit. Bei der DSC-Messung wird die Probe meist einem Temperaturprogramm (heizen / kühlen) ausgesetzt und ihr Verhalten im Vergleich zu einer Referenzprobe (meist ein leerer Probentiegel) gemessen. Betrachtet wird dabei die Differenz der notwendigen elektrischen Heizleistung zwischen Probe und Referenz um in beiden Öfen die gleiche Temperatur zu erreichen.
Erhöhung der Enthalpie → endothermer Vorgang (Wärme muss zugeführt werden)
Verringerung der Enthalpie → exothermer Vorgang (Wärme muss abgeführt werden)
Bei der DTA-Messung befinden sich Probe und Referenz im selben Ofen und es wird aus der Temperaturdifferenz zwischen Probe und Referenz auf exotherme Vorgänge (Probentemperatur erhöht) oder endotherme Vorgänge (Probentemperatur erniedrigt) geschlossen.
Die Messungen sind in einem Temperaturbereich von Raumtemperatur bis 1500 °C möglich.
mögliche Aussagen:
Es können Aussagen zu Vorgängen gemacht werden, die eine Enthalpieänderung des Stoffes bewirken, wie z. B.:
• Schmelzen
• Rekristallisieren
• Sublimieren
• fest-fest-Umwandlung
• Glasübergang
• Zersetzung (Cracken)
• Verdampfen
• chemische Reaktionen
• Konzentrationsbestimmung
Besonderheiten:
Das Gerät STA 449 C von Netzsch arbeitet simultan als DSC/DTA und als Thermowaage (TGA).



