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18.02.2010
Pressegespräch Plasmamedizin-Workshop am 2. März

Prof. Gunther Hofmann erläutert die Historie der Plasmaanwendung in der Medizin. Am Anfang stand die Behandlung von Implantatoberflächen und die Sterilisation. Heute forschen die Wissenschaftler am Einsatz der Plasmaverfahren am lebenden Gewebe.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Therapie von Hautkrankheiten. Offene Beine von Patienten mit Diabetes oder Gefäßleiden verursachen enorme Behandlungskosten für die Krankenkassen. In einigen Fällen droht den Patienten die Amputation. Der Einsatz von Atmosphärendruckplasma soll die Behandlungsmöglichkeiten verbessern und die Patienten vor solch schlimmen Folgen bewahren. Auch Pilzerkrankungen und Schuppenflechten sollen zukünftig mit kalten Plasmen besser therapierbar werden.

Prof. Dr. Dr. Hofmann, Uniklinikum Jena und Dr. Bernd Grünler, INNOVENT e.V.

Bis ins letzte Detail sind die Wirkungsweisen von kalten Plasmen am menschlichen Gewebe noch nicht bekannt. Jedoch, so viel ist sicher, Plasma unterstützt die körpereigenen Wundheilungsprozesse. Welche Krankheitsbilder mit Plasma effektiver therapierbar sind als mit derzeit gängigen Methoden, muss sich allerdings noch zeigen.

Als wichtig erscheint die schnelle Überführung der Forschungsergebnisse zur Anwendung am Patienten. Anwender und Grundlagenforscher werden am 2. März in Erfurt zusammentreffen, um Chancen und Risiken der Plasmamedizin zu ergründen. Physiker, Anlagenbauer und Mediziner, insbesondere Dermatologen, Orthopäden, Molekularbiologen und Allgemeinärzte, werden angesprochen, sich in den 10 hochkarätigen Vorträgen über den aktuellen Forschungsstand zu informieren. Weitere Informationen und Anmeldung zum Workshop des Anwenderkreises Atmosphärendruckplasma ak-adp unter www.ak-adp.de.

Die Artikel in der Tagespresse:

GIF OTZ Workshop Plasmamedizin (153.08 kb | 19.02.2010) 

JPEG TLZ Jena Workshop Plasmamedizin (438.82 kb | 19.02.2010)


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