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Forschungsthema Biokorrosion
Obwohl man bei Korrosion an einen Vorgang denkt, bei dem Sauerstoff und Wasser mit einem Metall in Kontakt kommen (aerobe Korrosion), findet ein bedeutender Anteil der Korrosion eines Metalls unter vollständigem Ausschluss von Sauerstoff statt (anaerobe Korrosion). Fe-haltige Metalle, die auf diese Weise korrodiert worden sind, haben auf der Oberfläche schwarze Flecken aus Eisen(II)sulfid. Wird das schwarze Eisen(II)sulfid entfernt, kommt eine anodische Vertiefung mit blankem Eisen zum Vorschein (siehe Bilder unten).
Hauptverantwortliche für diese Biokorrosion sind sulfat-reduzierende Bakterien (SRB). Diese Organismen beschleunigen die Korrosion von Stahl bis zum 10fachen einer aeroben (atmosphärischen) Korrosion.
Hoher wirtschaftlicher Schaden infolge dieser Korrosionsart entsteht vor allen in:
- Lagertanks und Rohrleitungen für Erdöl und deren Produkte,
- Hafenanlagen,
- Chemieanlagen,
- Trinkwasseranlagen.
Oftmals sind die betroffenen Anlagen für eine nötige ständige Reinigung nicht zugänglich. In diesen Fällen ist eine Schutzschicht gegen Biokorrosion unerläßlich.
Die Entwicklung derartiger Schutzschichten ist für jeden Fall speziell auszurichten. Es ist eines der Forschungsthemen des Forschungsbereiches PCO mit einem bestehenden und zukünftig zu erwartenden großen Entwicklungspotential.
Es stehen neben einschlägigen Erfahrungen bei der Entwicklung solcher Schutzschichten unterschiedlicher Art auch die entsprechende Ausrüstung zur Herstellung dieser Beschichtungsmaterialien bereit. Entscheidend ist jedoch ein geeigneter Test. Dazu wurde bei Innovent ein eigenst für diese Korrosionsart geeigneter Test mit entsprechenden Bakterienstämmen entwickelt. Die übliche Testdauer von 3 bis 5 Monaten ist dabei auf 1 Monat verkürzt worden.


