Chemisches Vernickeln
Mit dem Verfahren der chemischen Nickelabscheidung hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Verfahren etabliert, das eine wesentliche Ergänzung zur Lösung von Korrosions- und Verschleißproblemen und zur Beschichtung von Nichtleitern darstellt.
Die reduktiv abgeschiedenen Schichten sind im wesentlichen Nickel- Phosphor- Legierungen, Der Unterschied zu galvanisch abgeschiedenen Nickelschichten liegt vor allem darin, dass beim chemisch Vernickeln konturentreue Beschichtungen erzeugt werden, die bei einer Toleranz von ± 2 - 3 µm im Schichtdickenbereich von 5 bis 80 µm liegen können.
Je nach verwendeten Verfahrensparametern unterscheidet man die Schichten nach hohem (10 - 14%), mittleren (9 - 12%) und niedrigen (3 - 7%) Phosphorgehalt.
Weitere wesentliche Schichteigenschaften:
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- Härte im abgeschiedenen Zustand: |
ca. 550 HV 0,1 |
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- Härte nach Wärmebehandlung: |
bis 1000 HV 0,1 |
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- Magnetische Eigenschaften: |
unmagnetisch |
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- Lötbarkeit: |
bis 10 µm gut, ab 10 µm mittel |
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- Optik, Glanz: |
je nach Ausgangsoberfläche matt bis glänzend |
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- Mögliche Substratwerkstoffe: |
Aluminium- und Kupferlegierungen, Stahl, Keramik, Glas |

1) Chem. vernickeltes Glasrohr

3) Chem. vernickelte Musterteile aus Aluminium- und Kupferlegierungen

2) Chem. vernickelte Keramikscheiben
An dieser Stelle sei Folgendes vermerkt: Die aus dem bei uns angewendeten Verfahren "Chemisch Nickel 612" erzeugten Nickel-Phosphor-Überzüge entsprechen folgenden EU-Richtlinien:
- Altautoverordnung
EU-Richtlinie 2000/53/EG; Anhang II vom 27.06.02; Beschluss 592/05 vom 04.11.05 - Beschränkung der Verwendung bestimmter Stoffe in
Elektro- und Elektronikgeräten
EU-Richtlinie 2002/95/EG (ROHS) vom 27.01.03;
EU-Richtlinie 2002/96/EG (WEEE) vom 27.01.03
Elektro- und Elektronikgerätegesetz - ElektroG vom 16.03.05
