Plasmachemische Oxidation - PCO
Mit dem Verfahren der plasmachemischen Oxidation (PCO) können auf den Leichtmetallen Aluminium, Titan, Magnesium und auch auf deren Legierungen anorganische röntgenamorphe Mischoxidschichten erzeugt werden, die neben oxidischen Verbindungen des Substratmaterials auch nichtstöchiometrische Verbindungen von Elektrolytbestandteilen mit dem Substratwerkstoff enthalten. Dadurch lassen sich die Schichteigenschaften in direkter Weise beeinflussen und variieren.
Mit der Gründung der Arbeitsgruppe Elektrochemie an der Forschungseinrichtung INNOVENT e.V. im Jahre 1999 erfolgte die forschungsseitige Weiterführung der bisher im Raum Jena durchgeführten Arbeiten zur plasmachemischen Oxidation von Leichtmetallen. Mit dem Aufbau entsprechender Laborausrüstungen, Anlagen- und Analysentechnik sind sehr gute Voraussetzungen geschaffen, um weiterhin erfolgreich auf diesem Gebiet tätig zu sein.
Der Fokus der Arbeiten lag und liegt auf der Entwicklung von plasmachemisch erzeugten Schichten für verschiedene Substratmaterialien und für verschiedene Anwendungen. So konnten neue Schichtsysteme für z.B. Magnesiumlegierungen entwickelt und z.B. im optischen Gerätebau zur Anwendung gebracht werden.
Weitere Entwicklungsarbeiten liegen u.a. auf dem Gebiet der Funktionalisierung von Titanoberflächen z.B. für den medizinischen Einsatz, der Technologieentwicklung für die Beschichtung von hochsiliziumhaltigen Aluminiumlegierungen sowie der Entwicklung von chromfreien Elektrolytsystemen für Aluminiumlegierungen.
Momentan wird das Verfahren der plasmachemischen Oxidation auf den Leichtmetallen
-
Magnesium und
bzw. deren Legierungen angewendet.

Verfahrensprinzip

Typische Morphologie im REM

UV/VIS- Spektren von schwarzen Schichten auf Magnesiumlegierungen

