





Magnetooptik
Die Magnetooptik beschäftigt sich mit der Visualisierung von Magnetfeldern. Dies geschieht mit Hilfe von magnetooptischen Sensoren unter Ausnutzung des Faraday-Effekts. Die magnetooptische Sensorik wird zur Analyse und Qualitätskontrolle von magnetischen Materialien eingesetzt.
Im Fachbereich Magnetische und Optische Systeme werden magnetooptische Sensoren für unterschiedliche Einsatzbereiche entwickelt und hergestellt. Die Herstellung der Sensoren erfolgt mit dem Verfahren der Flüssigphasenepitaxie auf Basis einkristalliner Schichten.
Leistungen
- Kundenindividuelle Entwicklung von magnetooptischen Sensoren und Systemen
- Untersuchung von Streufeldern verschiedenster magnetischer Materialien
- Messung der Faraday-Rotation
- Optische Schichtdickenmessung via Prismenkoppler
Für Anfragen und weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Faraday-Effekt
Der magnetooptische Effekt beschreibt die Drehung der Polarisationsebene von linear polarisiertem Licht innerhalb des Sensors. Diese Drehung erfolgt durch das Magnetfeld der Probe. Parallel zur Ausbreitungsrichtung des Lichtes gerichtete Magnetfelder werden sensorisch erfasst. Man erhält ein optisches Bild, das einen zweidimensionalen Schnitt durch das magnetische Streufeld der Probe darstellt.
Aufbau
Die magnetooptischen Sensoren arbeiten im Reflexionsmodus im direkten Kontakt zur Oberfläche der Probe. Der magnetooptische Kontrast ist von der Stärke und Richtung des Magnetfeldes abhängig.
Sensormaterialien
Als Sensormaterialien für die Magnetooptik entwickeln wir einkristalline ferrimagnetische Granatschichten auf Basis von Bismut-substituiertem Seltenerd-Eisengranat der Stöchiometrie (Bi,SE)3(Fe,Ga)5O12. Die Granatschichten werden mittels Flüssigphasenepitaxie auf 1 und 3 Zoll großen Gadolinium-Gallium-Substraten (Gd3Ga5O12) abgeschieden.
Eigenschaften
Die von uns entwickelten magnetooptischen Sensoren weisen folgende Eigenschaften auf:
| spezifische Faraday-Drehung |
1,3 °/µm | Arbeitstemperatur | 25 °C |
| Dynamikbereich | 0,01 bis 160 kA/m |
Maximale Sensorgröße |
Ø ≤ 75 mm |
| Ortsauflösung | 1 bis 20 µm | Sensordicke | 0,5 mm |
| Transmissionsbereich (VIS) | λ > 530 nm |
Sensoraufbau
Je nach Einsatz werden auf den magnetooptischen Schichten Spiegel mit angepassten Eigenschaften aufgebracht und optional mit einer Kratzschutzschicht versehen.
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Handgerät für die schnelle Prüfung von Magneten, Karten mit Magnet-streifen, magnetischen Encodern und Banknoten |
Direkte magnetooptische Bildaufnahme von magnetischen Materialien unter Nutzung von digitaler Kameratechnik und Anwendungssoftware: Streufeldanalyse von Magneten, Karten mit Magnetstreifen, magnetischen Encodern und Banknoten |
Forensische Analyse von Audio-Kassetten inklusive digitaler Kameratechnik (Bildaufnahme und Bildauswertung) |
Kontakt: Herr M. Lindner Telefon: 03641 282541


